Review: Prototype

Release: 09.06.2009
Developer: Radical Entertainment
Publisher: Activision

Viele Games setzen momentan auf das Open World Konzept und viele andere auf überzogene Gewaltdarstellung. Prototype versucht beides. Ob es funktioniert steht im Review.

Alex Mercer hat sein Gedächtnis verloren, aber im Gegenzug Superkräfte bekommen. Zwischen ihm und der Wahrheit steht nur ein Virus das langsam ganz New York heimsucht und die Einwohner in angriffslustige Zombies und Monster mutiert, die Armee und auch tausende Unschuldige die nebenbei einfach umgenietet werden. Ein kleiner Twist hier, ein bisschen Verschwörung dort, verwirrende Zusammenhänge. Viel sollte man von der Story nicht erwarten. Schon gar nicht Logik oder Sympathie zur Hauptfigur.

Die Präsentation ist durchschnittlich. Grafisch ist Prototype nicht wirklich umwerfend, aber immerhin gibt es keine störenden Slowdowns oder lange Ladezeiten. Für ein Open World Game ist das noch in Ordnung und die dicht bevölkerten Straßen sind ein Pluspunkt. Außerdem bietet das Spiel ein paar stylishe Slowmo Effekte, große Explosionen, nette Blood and Gore Effekte, sowie beindruckende Devastator Attacken mit verheerender Wirkung. Positiv fallen auch die zahlreichen FMV Cutscenes auf.

Das Gameplay ist pfeilschnell, komplett over-the-top und macht insgesamt Spaß. Die Wahl gut oder böse stellt sich nicht. Die Kolateralschäden sind im Spiel meist höher als die getöteten Gegner. Hält man den rechten Trigger rennt Alex unaufhaltsam über jedes Hindernis von Autos bis Wolkenkratzer. Gegner werden zerfleischt, aufgespießt und in Stücke gerissen. Man fliegt durch die Luft um im nächsten Moment aus 100m Höhe in eine Kreuzung zu springen, Autos durch die Luft zu wirbeln und auf toten Körpern zu surfen. Seine Gegner kann sich Alex auch auf blutige Art und Weise einverleiben, um ihre Identität anzunehmen, Lebensenergie aufzuladen und mehr über seine Vergangenheit zu erfahren.
Es gibt verschiedene Nahkampfwaffen mit unterschiedlichen Kombos, sowie MG und Raketenwerfer. Hier stellen sich aber schnell klare Präferenzen heraus die man für den Rest des Spiels beibehält (in meinem Falle Armor + Blade oder Whip).
Wer nicht nur zu Fuss Unheil anstellen möchte kann zu Panzern und Kampfhelikoptern greifen, normale Autos können nicht gefahren werden.
Passend zu den zahlreichen Fähigkeiten findet sich im Start-Menü eine umfangreiche Upgrade Option in der mit erspielten Erfahrungspunkten der Hauptcharakter in allen erdenklichen Attributen aufgelevelt werden kann. All die Features und Angriffe führen leider aber dazu, dass die Steuerung teilweise etwas überladen erscheint.

Die Missionen des Spiels bieten nicht wirklich viel Abwechslung: töten, zerstören, tarnen, beschützen. Letzteres kann leider auch hier nervraubend sein. Zumindest gibt es meist faire Checkpoints um den Frustlevel niedrig zu halten.
Nach ungefähr 6 – 7 Stunden (Schwierigkeitsgrad „Easy“) ist die Hauptstory durchgespielt und mit typischen Nebenaktivitäten die auf der Karte verzeichnet sind, zahlreichen Orbs zum einsammeln und ähnlichem wird die Spielzeit gestreckt.

Fazit:
Prototype erinnert an ein Open World Spiderman Game in ultrabrutal. Das Gameplay an sich macht für eine gewisse Zeit Spaß, aber viel mehr wird nicht geboten.

3/5

Getestet wurde die Xbox360 Version.

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