Review: Portal 2

Portal 2

Der Nachfolger des erfolgreichen Valve Titels versetzt euch abermals in die Rolle von Chell, einem weiblichen Testobjekt des Aperture Science Forschungslabors. Die Handlung setzt nach den Geschehnissen des Vorgängers ein und Chell findet sich in einer Art Hotelzimmer wieder. Kurz nach ihrem Erwachen macht sie Bekanntschaft mit der künstlichen Intelligenz Wheatley, einem Roboter der sich auf einem Schienensystem fortbewegt. Chell muss feststellen, dass sie sich noch immer in Aperture Science befindet und versucht mit Wheatleys Hilfe zu fliehen. Allerdings dauert es nicht lange bis eine alte Bekannte auf diesen Fluchtversuch aufmerksam wird.

Wer Portal 1 gespielt hat wird sich direkt heimisch fühlen, denn am Gameplay und der Steuerung hat sich erfreulicherweise kaum etwas geändert. Ihr steuert Chell aus der Egoperspektive und könnt Portale verschießen um euch den Weg aus eurem Gefängnis zu bahnen. Für genug Abwechslung im Gameplay wurde aber trotzdem gesorgt. Neue Elemente wie Lichtbrücken, Laserstrahlen und Gele mit verschiedenen Eigenschaften lassen keine Langeweile aufkommen und bieten in regelmäßigen Abständen neue Herausforderungen.

Die Grafik ist nicht überragend, geht aber in Ordnung. Das Artdesign verbindet den sterilen Look des Vorgängers mit dem Zerfall und der natürlichen Bewucherung der Test Chambers. Vor allem die Effekte beim Zusammensetzen der Räume und alle optischen Spielereien die mit der Physikengine zusammenhängen wissen zu gefallen.

Neben dem cleveren, aber nie unfairen oder überfordernden Gameplay, waren es aber besonders der Humor, das Skript und die Performance von GlaDOS, die den ersten Teil zu seinem Ruhm verhalfen. Erfreulicherweise kann Portal 2 auch hier auf ganzer Linie überzeugen. Die Dialoge und die drei Hauptfiguren sind absolut brilliant. Die von Valve ausgewählten englischen Sprecher liefern allesamt eine fantastische Arbeit ab und verleihen dem Spiel und seinen Figuren auf unvergleichliche Art und Weise Charakter und Persönlichkeit. Was die komplizierte Disziplin „Humor in Videospielen“ angeht ist Portal 2 sowieso absolute Referenz.

Neu hinzugekommen ist außerdem der Co-Op Mode. In diesem schlüpft ihr in die Rolle zweier Test-Roboter und spielt komplett eigenständige Level, die sich nur im Team lösen lassen.

Ansätze für Kritik zu finden fällt schwer. Hauptsächlich hängen diese mit der Source Engine zusammen, deren Altersschwäche immer offensichtlicher wird. Etwas mehr Details hätten dem optischen Gesamteindruck durchaus gut getan. Noch negativer fallen allerdings die Ladezeiten auf. Diese sind zum einen zu lang, zum anderen stören sie aber auch einfach den Spielfluss und können gelegentlich Dialoge oder spannende Stellen unangenehm unterbrechen. Besonders ein Nachladen mitten im Level, bei dem der Bildschirm kurz einfriert, hat in einem Spiel im Jahre 2011 einfach nichts zu suchen.

Diese Kritikpunkte sind im Vergleich zum Rest des Games aber verschwindend gering. Portal 2 ist, das steht jetzt schon fest, eines der besten Spiele 2011.

5/5

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