gamescom 2011 Fazit

gamescom 2011

Nachdem ich von Donnerstag bis Sonntag die diesjährige gamescom online verfolgt habe, bin ich froh nur Mittwoch vor Ort gewesen zu sein. Nachdem man am Fachbesuchertag noch mit kurzen Wartezeiten von 10 – 20 Minuten, Games wie Gears Of War 3, Halo Anniversary und The Darkness II spielen konnte, las man am Samstag teilweise von bis zu 5 Stunden und länger bei AAA-Titeln. Vorrübergehend wurden sogar die Pforten dicht gemacht und keine neuen Besucher mehr in die Hallen gelassen. Unfassbar. Die letzten Jahre zeichnete sich ein stetig wachsender Trend bei den Besucherzahlen ab, der zur Verfügung gestellte Platz schien aber gleich zu bleiben. Die Veranstalter rechneten mit 250.000 Besuchern, obwohl diese Zahl im Vorjahr bereits übertroffen wurde. Wie eine solche Planzahl entsteht bleibt mir schleierhaft.

Ich bin ein absoluter Laie was Messebau- und organisation angeht, aber für das nächste Jahr müssen Veranstalter und Aussteller dringend nachbessern. Die aktuelle Anzahl der Hallen ist offensichtlich zu gering und das USK-kompatible Konzept, in der aktuellen Form, nicht mehr tragbar.

Die Forderung einer oder mehrerer „ab 18“ Hallen tauchte bereits in vielen Foren auf. Im Hinblick auf Kostenminimierung auf Veranstalterseite sicher keine gern gesehene Option. Das würde bedeuten zwei Stände für zwei verschiedene Hallen zu konzipieren. Das kompakte Kastendesign von diesem Jahr wäre damit nicht mehr möglich. Für die Besucher wäre es aber umso besser. Keine Demos hinter meterhohen Wänden mit langen Warteschlangen, sondern offene Stände, für jeden einsehbar.

Ein weiterer Schritt wären kürzere Demos. Das erkannten einige Aussteller auch schon dieses Jahr und verkürzten die Spielzeiten, um dem Ansturm besser gerecht zu werden. Ich bin sowieso nicht der Typ der sich stundenlang für die Demo eines Games anstellt, das zwei Monate später im Laden steht, aber mehr als 15 Minuten muss eine Messedemo meiner Meinung nach nicht dauern.

Nach der Kritik möchte ich aber auch etwas Lob loswerden. Auch dieses Jahr hat es wieder Spaß gemacht durch die Hallen zu wandern, all die Impressionen aufzusaugen und Fotos zu schießen. Viele Stände waren imposant, boten clevere Einfälle und waren einfach schön anzusehen. Außerdem wurde mir wieder bewusst, dass noch viel mehr potentielle Hits erscheinen, als ich auf dem Schirm hatte.

Der Besuch 2012 steht, trotz der negativen Punkte, jetzt schon fest.

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