Assassin’s Creed Brotherhood

Assassin's Creed Brotherhood

Der Release von Assassin’s Creed Revelations naht und somit wurde es langsam Zeit den aktuellen Teil nachzuholen. Die Story setzt abermals nahtlos am Ende des Vorgängers ein und ihr übernehmt die Kontrolle des Assassinen Ezio.

Diesmal verschlägt es euch ausschließlich nach Rom und abermals punktet das Spiel mit toller Grafik, grandioser Weitsicht und einem wunderschönen Design. Die Stadt wirkt extrem lebendig und verleiht dem Spiel eine ungeheure Atmosphäre. Über das perfekte Gameplay braucht man kaum mehr Worte zu verlieren. Fassaden hochklettern und über Dächer springen bereitet so viel Spaß wie immer.

Neuerung gibt es kaum und zugegebenermaßen hatte Teil 2 schon den Großteil der Kritikpunkte des ersten Teils ausgebessert. So finden sich neue Elemente eher im Detail. Neben den normalen Viewpoints, gibt es nun auch Borgia Türme. In deren Nähe gilt es einen markierten Gegner auszuschalten, um anschließend den Turm abzufackeln. Das gibt euch die Möglichkeit im jeweiligen Viertel Läden zu öffnen, Gebäude zu kaufen und Abkürzungen zu erschließen. Alle Elemente spülen regelmäßig Geld in eure Kasse, das ihr bei Banken abheben könnt.
Außerdem gibt es ein nettes Meta Game. Ihr könnt in Rom gelegentlich Bürger vor Soldaten retten und als Assassinen rekrutieren. Diese könnt ihr nicht nur als Verstärkung rufen, sondern ihnen an Taubenschlägen Aufträge auf der ganzen Welt zuteilen, um sie aufzuleveln und Geld zu verdienen.

Diese kleinen Spielereien können alledings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nur eine Stadt zu entdecken gibt. Positiv ist zwar, dass es keine Grenzen und Ladebildschirme innerhalb Roms gibt (abgesehen von Innenarealen), aber etwas mehr Abwechslung wäre durchaus wünschenswert. Zum Ausgleich gibt es dafür diesmal außerhalb des Animus etwas mehr zu entdecken.
Viel negativer ist mir allerdings aufgefallen, dass viele der abwechslungsreichen Mission zu häufig in Trial & Error ausarten. Besonders Stealth Missionen, in denen man teilweise überhaupt nicht gesehen werden darf, enden oftmals in Frust. Ich kann mich nicht erinnern, dass der Vorgänger jemals so an meinen Nerven gezehrt hat, wie es Brotherhood stellenweise tat.

Außerdem wird man das ungute Gefühl nicht los, dass hier ein erfolgreiches Franchise gemolken wird. Wieder versetzt einen das Spiel ins Italien um 1500 und wieder ist Ezio der Protagonist. Szenario, Charaktere und Story sind wirklich gelungen und es gibt noch vieles zu erzählen, aber das ginge auch in komprimierterer Form und muss nicht über mehrere Games gestreckt werden. Brotherhood wirkt eher wie ein großer DLC. Revelations scheint einen ähnlichen Pfad einzuschlagen, während ich mir eigentlich das wahre Assassin’s Creed 3 herbeiwünsche. Nach 11 Stunden war diesmal das Ende erreicht und alle Nebenmissionen und Collectables wirkten keinerlei Reiz mehr aus, wie es noch im Vorgänger der Fall war.

Trotz aller Kritik hat Ubisoft mit der Assassin’s Creed Reihe ein fantastisches Franchise im Repertoir, allerdings wissen sie das selbst natürlich nur zu gut. Bleibt zu hoffen, dass die Reihe darunter nicht zu sehr leidet.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: probiert mal die italienische Synchronisation aus. Das wertet die Atmosphäre des Spiels noch einmal ordentlich auf. Leider muss man immer ins Hauptmenü zurückkehren um zwischen den Sprachen zu wechseln. Wer also in der Gegenwart nicht auf Nolan North (Desmond) und Kristen Bell (Lucy) verzichten möchte, muss das Spiel kurz verlassen.

4/5

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