Fallout New Vegas

Fallout New Vegas

Fallout 3 war mein GOTY 2008.
Fallout New Vegas flog nach über zehn Stunden aus der Konsole.
Was ist passiert?

Leider nicht wirklich viel und das war genau mein Problem. Fallout 3 überraschte durchgängig mit spannenden, ungewöhnlichen Quests, moralischen Abgründen und traurigen Schicksalen. In New Vegas habe ich in zehn Stunden kaum etwas gesehen, das mich wirklich begeistern konnte. Das Setup ansich ist eigentlich nicht schlecht und gerade Obsidian halte ich für einen wirklich guten und extrem unterschätzten Entwickler, der besonders im Bereich Story oftmals zu punkten weiß (siehe Alpha Protocol).

Vielleicht ist es aber auch ganz einfach nur die Tatsache, dass ich nach über 70 Stunden Fallout 3 inkl. DLCs alles gesehen habe. Der Moment als man in Fallout 3 zum ersten Mal den Vault verließ und das endlos scheinende Wasteland vor sich sah, war einfach fantastisch. Es war spannend stundenlang durch die Wüste zu laufen und neue Städte, Siedlungen und Charaktere zu finden. Inzwischen habe ich absolut keine Lust mehr durch die Gegend zu rennen, sondern hätte mich sogar über ein Fast Travel System für unbesuchte Orte gefreut.

Ein neues Element des Spiels sind die verschiedenen Factions, die man sich zu Freund oder auch Feind machen kann. Im Prinzip eine gute Idee, die sich leider auch schnell zum nervigen Designfehler entwickeln kann. Plötzlich taucht mitten im Wasteland eine Horde überlevelter Gegner auf, die einen chancenlos über den Haufen schießt. Besonders ärgerlich wenn man eine Sekunde zuvor sein Spiel an dieser Stelle gespeichert hat.

Allgemein erscheint mir New Vegas sehr unbalanciert und schwer. Nach einigen Stunden habe ich den Schwierigkeitsgrad frustriert auf easy gestellt. Munition zu knapp, Waffen zu schwach, Gegner zu stark, Stimpacks zu teuer und ineffetkiv. Respekt an Spieler, die den Hardcore-Mode schaffen.
Überrascht war ich auch wie ungeheuer wichtig der Speech Skill diesmal ist. Damit kann man einen Großteil der Quests deutlich einfacher gestallten.

Abgesehen von diversen Bugs und Freezes, tragen auch die üblen Ladezeiten dazu bei, dass mir der Spaß am Spiel völlig verloren geht. Ich will schon gar keine Gebäude mehr betreten, weil ich dann wieder im nächsten Loading Screen hänge. Die Engine ist allgemein extrem veraltet, aber abgesehen von den schwachen Charakteranimationen, ist dies wohl ihr größter Makel.

Mich überkam bei New Vegas dasselbe Gefühl wie bei Assassin’s Creed Brotherhood, nur dass mich dieses halbe Fallout Sequel nicht wirklich mehr motivieren konnte. Die Neuerungen stecken eher im Detail, dafür werden die Altlasten umso deutlicher und wirkliche Innovationen sucht man vegebens. Auch New Vegas fühlt sich an wie ein übergroßer DLC. Als Fan kann man sicherlich seine Freude daran haben und wahrscheinlich kommt dank Obsidian auch noch mehr Schwung in die Story, aber ich warte lieber auf Fallout 4. Meine Wertung ist deshalb vielleicht nicht repräsentativ für das gesamte Spiel, aber nach über zehn Stunden Spielzeit ist Fallout New Vegas für mich leider nicht mehr als eine:

3/5

Ein Gedanke zu “Fallout New Vegas

  1. Pingback: Fallout New Vegas – Die Club Mate unter den Videospielen « pixelpinata

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