Split/Second

Split/Second

Ungefähr einmal pro Jahr versuche ich mich an einem Rennspiel. Mein letzter Versuch eine Simulation (Forza 2) zu spielen ging schief, denn auch mit Lenkrad Controller wollte sich auf lange Sicht kein Spielspaß einstellen. Also wanderte das Wheel wieder in seine Kiste, da ich endgültig gelernt hatte, dass ich nur Arcade Racer spielen sollte. Da ich eine Menge Spaß mit Pure hatte, ist diesmal Split/Second der Blackrock Studios an der Reihe und es erfüllt größtenteils meine Erwartungen.

Das Gameplay ist simpel und spaßig. Prinzipiell nehmt ihr euren Finger nie vom Gas, driftet um Kurven und füllt damit eure Powerplay-Anzeige. Habt ihr ein Segment gefüllt, könnt ihr überall auf der Strecke Explosionen auslösen, um eure Kontrahenten auszuschalten oder alternativ Abkürzungen öffnen.
Die Präsentation ist dabei absolut bombastisch. Leider läuft Split/Second nur mit 30 Frames, aber dafür ist der Geschwindigkeitsrausch enorm und an allen Ecken und Enden bricht die Hölle los: Autos explodieren, Schiffe kippen um und Türme fallen in sich zusammen.
Wer eine simple Erklärung des Spiels braucht: Burnout meets Michael Bay.
Blackrock wissen einfach wie man ein Spiel stylisch präsentiert. Das Menü erinnert stark an das von Pure und ich bin ein großer Freund von Games, die ohne überladenes HUD auskommen. Split/Second zeigt die wichtigsten Infos an und unterhalb der Stoßstange. Subtil und trotzdem mitten im Fokus. Perfekt.

Kritisch ist allerdings der Schwierigkeitsgrad. Der schlimmste Patzer des Games ist die üble Gummiband-KI. Ein erster Platz ist bis zur letzten Sekunde nicht sicher. Ein Angriff eurer Kontrahenten und eure Führung ist dahin. Wer immer auf Sieg spielt wird schnell die ersten Frusterlebnisse haben. Abgesehen davon kann ich noch einen weiteren obligatorischen Rennspiel-Kritikpunkt in den Raum werfen: zu wenig Strecken. Etwas mehr Abwechslung hätte nicht geschadet.

Wer wie ich nur eine kurzweilige Zerstreuung sucht, der wird hier fündig. Für ein paar Stunden Spielspaß reicht Split/Second allemal aus und nach dieser Zeitspanne ist mein Interesse an Rennspielen sowieso meist für Monate verflogen. Am Ende der fünften Episode (von zwölf) war für mich Schluss, aber bis dahin hatte ich riesige Freude und das reicht mir in diesem Falle. Deshalb gibt es von mir, trotz des verfrühten Abbruchs und der Macken, höchst subjektive:

4/5

Ein Gedanke zu “Split/Second

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