Duke Nukem Forever

Duke Nukem Forever

„It’s time to kick ass and quote movies…“

Duke Nukem 3D gehörte zu den ersten FPS, die ich gespielt habe. Mein Vater zeigte mir relativ früh wie man MS DOS bedient und erlaubte mir Games wie Heretic zu spielen, der Duke war allerdings verboten. Durch PC Zeitschriften und Freunde wusste ich schon von dem Spiel und deshalb brach ich das Verbot logischerweise bei der erstbesten Gelegenheit. Natürlich war ich ziemlich angetan von 3D Realms bekanntestem Produkt, aber wirklich viel spielen konnte ich nicht, da mich die Saves verraten hätten. Es dauerte glücklicherweise nicht mehr lange bis mein Vater seine Verbote aufgab und so kam ich in den Genuss des vollen Spiels.

Später folgte dann die Ankündigung von Duke Nukem Forever. Wieder war es das meist erwartete Spiel in meinem Freundeskreis. Die ersten Bilder und Gameplay Videos tauchten auf, die Vorfreude wuchs und wuchs und dann passierte…nichts.
Das Sequel wurde zur berühmtesten Vaporware der Branche. Als ich schon lange jegliche Hoffnung aufgegeben und alle immer wieder aufkeimenden Gerüchte ignoriert hatte, überraschte Gearbox mit der offiziellen Bekanntgabe des Release Dates. 15 Jahre nach der ersten Ankündigung hieß es plötzlich: „It’s done!“.

Die Skepsis überwog allerdings die Vorfreude und nachdem ich nun mit Duke Nukem Forever durch bin, bestätigt sich meine Vermutung: die Erscheinung des Spiels zur heutigen Zeit ist eigentlich überflüssig. Spieler die keine nostalgischen Verbindungen zum Duke haben können sich den Kauf sowieso sparen, aber auch ich bin alles andere als begeistert. Der neue Duke Titel ist nicht old-school im positiven Sinne, sondern einfach nur alt.

Grafik und Präsentation sind langweilig, veraltet und unspektakulär. Im ersten Drittel, in dem man sich durch Vegas ballert, gibt es immerhin etwas Abwechslung und ein ein paar nette Spielereien. Anschließend dominieren Wüstenlevels und graue Innenareale den Großteil des restlichen Spiels. Das Gameplay ist genauso mau wie die Optik und warum man dem Duke die unpassende Begrenzung auf nur zwei tragbare Waffen aufzwängen musste, hätte ich auch gerne einmal erklärt.

Was übrig bleibt ist der Kultcharakter Duke Nukem und der Humor des Spiels. Leider will selbst dieser heute nur noch bedingt zünden. Das ein oder andere Grinsen hat das Spiel mit seinem Humor und den verrückten Ideen durchaus hervorrufen können, aber insgesamt ist mir das Ganze inzwischen doch etwas zu platt, pubertär und sexistisch geworden. Hinzu kommt, dass ich mit den Jahren auch feststellen musste, dass die vermeintlich besten Sprüche des Dukes nur aus Filmen zusammengeklaut wurden.

Unterm Strich bleibt also nicht wirklich viel übrig. Fans des Vorgängers können reinschauen und für ein paar kurze Stunden in Nostalgie schwelgen, aber abgesehen davon hat Duke Nukem Forever nicht wirklich eine Existenzberechtigung.

„Hail to someone else, baby.“

2/5

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s