Battlefield 3 Singleplayer-Kampagne (Xbox 360)

Battlefield 3

Das lang erwartete Battlefield 3 ist endlich auf dem Markt und da ich eher ein Multiplayer Muffel bin (abgesehen von Co-Op natürlich) und für gelegentliche Online Schlachtereien Gears of War 3 im Regal steht, habe ich mir den neuen FPS aus dem Hause DICE nur ausgeliehen. Ein Abend und ein Nachmittag und der Spuk war innerhalb von ungefähr 5 Stunden vorüber.

Freunde der Franchise proklamieren ja selbst gerne, dass bei Battlefield sowieso nur der Multiplayer Mode wichtig ist und prinzipiell haben sie damit auch recht, denn bloß für die Kampagne lohnt sich der Kauf des Spiels nicht.
Abgesehen von einer spannenden, adrenalinreichen Jagd durch Paris und der ein oder anderen netten Idee wird dem geneigten Einzelspieler leider die Standardkost des modernen Kriegsshooters gereicht. Durch Schlauchlevel voller Scripts rennen, sich über nervige Quick Time Events aufregen, Panzer fahren und in schwarz-weiss Optik Bomben aus einem Flieger schmeißen, das kennt man aus den vergangenen Jahren schon zu Genüge. Während die Bad Company Reihe aber noch auf offene Gelände und zerstörbare Umgebungen gesetzt hat, wurde sich nun am Design der Call of Duty Reihe orientiert. Nicht ganz so over-the-top und Michael Bay mäßig, aber die Grundzüge sind identisch.

Zugestehen muss man dem Titel, dass Atmosphäre und Feeling eines Kriegsshooters nie so intensiv und eindrucksvoll waren wie hier. Visuell ist die Xbox 360 Version zwar lange nicht so umwerfend wie die PC Referenzgrafik, aber die Präsentation ist in Verbindung mit dem bombastischen Sound durchaus beeindruckend.
Die zuvor genannten Kritikpunkte vermag dies aber, zumindest bei der Xbox 360 Version, nicht zu kaschieren.

Online mag auch Battlefield 3 sicherlich wieder schwer rocken, denn meine kurze Zeit im Bad Company 2 Multiplayer war durchaus spaßig. Wer sich aber ausschließlich für die Singleplayer-Kampagne interessiert, sollte sich den Kauf zweimal überlegen.

3/5

3 Gedanken zu “Battlefield 3 Singleplayer-Kampagne (Xbox 360)

  1. Pingback: pixelpinata klärt auf! – Heute: Quick Time Events «

  2. insgesamt stehe ich ähnlich zum des QTEs. Mein eigentliches Problem ist eigentlich nur, dass diese Abbildungen auf dem Screen so sagenhaft kurz eingeblendet werden, dass ich nicht auf die Kette bekomme, was ich überhaupt machen muss – eine rot umramte Maus etwa 0,5 sec. eingeblendet. Was soll mir das sagen? welche Tasten? welche Reihenfolge? (Level Guillotine) – Nieder mit den QuickTimeEvents! Polygonium

    • Ich spiele gerade zum ersten Mal die God of War Reihe und dürfte ja eine große Mitschuld an der Beliebtheit von QTEs in den letzten Jahren tragen. Ich finde sie dort schon grauenvoll und ohne wären die Spiele für meinen Geschmack besser.

      Was mir aber bei deinem Kommentar bewusst wird ist, dass ich noch nie ein PC Spiel mit QTEs gespielt habe und ich mich gerade auch frage wie das dort umgesetzt wird. „Rot umrahmte Maus“ klingt in der Tat merkwürdig. Auf Konsolen ist es wenigstens eindeutig, wenn auch hier die unterschiedliche Anordnung der Buttons schnell zum Verhängnis wird (z.B. Xbox „X“ und Playstation „X).

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