Modern Warfare 3 Singleplayer-Kampagne

Modern Warfare 3

Die jährliche Kriegsshooter Achterbahn öffnet wieder einmal ihre Pforten und nachdem ich die Battlefield 3 Kampagne gespielt und mit einer Durchschnittswertung abgestraft habe, musste ich natürlich auch den großen Konkurrenten unter die Lupe nehmen.

Modern Warfare 3 knüpft direkt an den Vorgänger an und spinnt die hanebüchene Story um den russischen Terroristen Makarov zu Ende. Zugegebenermaßen habe ich auf Durchzug geschaltet und nicht mehr wirklich bewusst wahrgenommen was und warum genau das nun alles passiert. Wichtig ist das eigentlich auch nicht, denn die Geschichte ist wohl eher Mittel zum Zweck. Hauptsache es können so viele verschiedene Szenarien und over-the-top Momente hineingepackt werden wie möglich. Black Ops habe ich nicht gespielt, aber Modern Warfare 3 versucht in jeder Hinsicht Teil 2 in den Schatten zu stellen. Wem es schon zu albern war sich durch die von Russen besetzten US amerikanischen Suburbs zu ballern, der wird auch hier höchstwahrscheinlich nicht sein Glück finden.

Das Gameplay ist unverändert geblieben und noch immer schießt man sich durch lineare Schlauchlevel voller Scripts. Mir persönlich haben beide Vorgänger gefallen und Teil 2 hat mich damals mit seiner wuchtigen Präsentation und Grafik sehr flashen können. Modern Warfare 3 hingegen hat mich relativ kalt gelassen, denn irgendwie fühlt sich alles nach Stagnation an. Die 60 FPS auf Konsole sind immer noch extrem schick und vorbildlich, aber wenn man gerade Gears of War 3, Battlefield 3 und Uncharted 3 durchgespielt hat wirkt das Spiel deutlich nüchterner und unspektakulärer. 5 1/2 Stunden habe ich für die Kampagne gebraucht, aber wirklich packen konnte sie mich nicht. Die grauenvolle deutsche Synchro (englischen Ton gibt es diesmal in der USK Version nicht) tut da ihr übriges.

Weiterer Anlass zur Kritik ist der nächste Tiefpunkt in Sachen plakativ provakanten Inhalts. Nach dem PR wirksamen „No Russian“ Level ließen es sich die Entwickler nicht nehmen erneut eine ähnliche „Mission“ einzubauen, die abermals durch eine lächerliche Message im Startmenü angekündigt wird. Der gemeinte Abschnitt ist kurz, absolut unnötig und wirkt vollkommen fehl am Platz.

Letztenendes kann ich die Aussage meines Battlefield 3 Reviews nur wiederholen: die Kaufentscheidung steht und fällt mit dem Multiplayer Mode und für diesen kann man wahrscheinlich einen Punkt auf meine Endwertung addieren. Vielleicht ist es bei mir eine generelle FPS Übersättigung, aber die Kampagnen beider Spiele haben mich nicht wirklich überzeugen oder auf ganzer Strecke mitreißen können. Battlefield 3 bietet aber immerhin eine überlegene Grafik und Präsentation.

Mein Vorschlag wäre ja, dass Activision die ganze Chose auf Eis legt und zum Launch der neuen Konsolengeneration mit einem bombastischen Auftritt ein Comeback feiert, aber die Verkaufszahlen des FIFAs unter den First-Person-Shootern sprechen noch immer eine andere Sprache.

3/5

2 Gedanken zu “Modern Warfare 3 Singleplayer-Kampagne

  1. Same here. „Call of Langeweile“ würde ich es nennen. BF ist meiner Spielweise im MP besser angemessen daher präferiere ich BF.

    • Mir haben die „Vorgänger“ beider Games online ganz gut gefallen. MW2 wegen der Schnelligkeit der Matches und BFBC2 wegen der tollen Maps und taktischen Möglichkeiten. Aber ich spiele generell wenig online und habe mir diesmal ausschließlich die Kampagnen angeschaut.

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