To The Moon

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Manchmal kommt alles anders als man denkt…

Da rotiere ich schon wild um meine Pile of Shame Spiele abzuarbeiten und der unaufhaltsam rollenden Release Welle Herr zu werden und dann kommt der @Knurrunkulus [knurrunkulus.blogspot.com] daher und faselt auf Twitter irgendwas von „To The Moon“. Offenbar ein ganz tolles Indie Game. Indies sind die Spiele von denen ich zwar eine große Stückzahl in meiner Steam Library habe (Humble sei Dank!), diese aber eigentlich nie anrühre, da ich zum Einen fast ausschließlich an der Konsole spiele und zum Anderen einfach zu viele interessante Vollpreis Titel erscheinen, um sich ihnen ausführlicher zu widmen. Nun gut, die Tweets des Hype Train Lokführers machten mich doch neugierig und so klickte ich auf den von ihm geposteten Link: Freebird Games
Schöne Bilder, eine interessante Prämisse und eine einstündige Trial Version. Warum also nicht mal ‚runterladen und während einer Zugfahrt antesten. Gesagt, getan und schon während des Intros war klar: die Vollversion muss her.

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Die Story von To The Moon erinnert an eine Mischung aus Eternal Sunshine of the Spotless Mind und Inception. Ihr übernehmt die Kontrolle zweier Wissenschaftler, die sich darauf spezialisiert haben Menschen die im Sterben liegen ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Um dies möglich zu machen klinken sie sich mit modernen Geräten in ihre Erinnerungen ein und versuchen diese so zu verändern, dass ihr Wunsch wahr wird. Ihr aktueller Kunde ist ein alter Mann namens Johnny, dessen großer Wunsch es ist auf den Mond zu fliegen.

Grafisch präsentiert sich das Spiel in einem wunderschönen 16-Bit Look und erinnert an die großartigen RPGs der Super Nintendo Ära. Kämpfe bestreiten müsst ihr hier allerdings nicht, da To The Moon primär darauf ausgelegt ist seine tiefgründige Geschichte zu erzählen. So besteht eure Hauptaufgabe zumeist darin Gegenstände zu sammeln, die euch tiefer in die Erinnerungen von Johnny eindringen lassen. Kleine Rätseleinlangen gibt es auch, aber gerade in der zweiten Hälfte legt das Spiel den Fokus immer mehr auf die tragische und fesselnde Story.

Kein Spiel hat in diesem Jahr einen Eindruck bei mir hinterlassen wie To The Moon und keines hat mich auch nur ansatzweise so sehr berührt. Obwohl hier visuell mit einfachsten Mitteln gearbeitet wurde, ließ mich das Spiel dank seiner einzigartigen Geschichte und dem stimmungsvollen Soundtrack nicht mehr los. Nach 4 Stunden Spielzeit flimmerten die Credits über den Bildschirm und ich saß mit feuchten Augen vor meinem Laptop. Wenn ihr momentan neben den großen AAA-Titeln ein ungewöhnliches und einzigartiges Spielerlebnis erfahren wollt, dann kann ich nur empfehlen 10,- € in diese Indie-Perle zu investieren.

5/5

Ein Gedanke zu “To The Moon

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