Batman Arkham City

Batman Arkham City

2009 gelang den Rocksteady Studios ein ungeahnter Überraschungserfolg mit Batman Arkham Asylum. Sie schafften es das Batman Spiel zu entwickeln, das sich Gamer jahrelang gewünscht hatten und demonstrierten, dass es doch noch Hoffnung für Lizenzspiele gibt. Nun stehen sie vor der schwierigen Aufgabe an diesen Erfolg anzuknüpfen.

An der grundsätzlichen Formel hat sich nicht viel geändert. Arkham City brilliert abermals mit dem großartigen Gameplay und vor allem mit dem Kampfsystem des Vorgängers. Dessen einzigartigen Flow darf man auch hier wieder genießen. Die wichtigste Neuerung ist natürlich die Größe des Areals. In Gotham City wurde ein Stadtteil mit Mauern umzogen, der nun als übergroßes Gefängnis verwendet wird: Arkham City. Dieses Areal könnt ihr frei erkunden und so bekommt das Spiel direkt ein großes Atmosphäre-Plus. Als Batman vom Dach in eine Gegnermenge zu schweben, nur um im nächsten Moment wieder per Enterhaken zu verschwinden und die restlichen Verbrecher in Panik zurückzulassen wird einfach nicht alt.

Die Hauptstory kam mir relativ kurz vor, aber Arkham City bietet noch diverse Side Missions und eine Unmenge von Riddler Trophäen und Rätseln mit denen man jede Menge Stunden verbringen kann. Allerdings muss ich gestehen, dass mir nach dem Abspann hierzu die Motivation fehlte.

Kontrovers diskutiert wurde vielerorts schon eine kundenfeindliche Publisher Entscheidung. Ähnlich der in letzter Zeit immer beliebter werdenden Online Pässe, liegt dem Spiel ein DLC Code bei, den man einlösen kann bzw. sollte bevor das Spiel zum ersten Mal gestartet wird. Anschließend werden ca. 200 MB geladen mit denen die Storyabschnitte eingefügt werden, in denen ihr mit Catwoman spielt. Wer das Spiel gebraucht kauft kann alternativ 10,- € auf den Tisch legen und den Content so vom Marktplatz ziehen. Richtg perfide ist, dass zwischen Gamestop und Publisher Warner aber offenbar ein Deal besteht, so dass die Shop-Kette jedem gebrauchten Spiel einen nagelneuen Code beilegen kann. Hier geht es also nur darum den Käufern das Leben schwer zu machen und nicht denjenigen, die sich am Gebrauchthandel eine goldene Nase verdienen. Traurig.
Für diese Frechheit kann Entwickler Rocksteady wahrscheinlich wenig, weshalb ich dies nicht in meine Wertung einfließen lassen werde. Außerdem fand ich die Catwoman Passagen, was das reine Gameplay betrifft, eher mäßig. Batman spielt sich einfach deutlich besser.

Batman Arkham City ist eigentlich ein grandioser Titel, der für jeden Fan des Vorgängers ein Pflichtkauf ist. Besser als in den Rocksteady Games hat man Batman und seine Widersacher noch nie in einem Videospiel erlebt. Perfektes Gameplay, spannende Story, düster-dreckiges Design, hier stimmt eigentlich alles. Allerdings habe ich hier schon dasselbe Problem wie bei Assassin’s Creed Brotherhood. Die Begeisterung und Motivation, die ich beim Vorgänger verspürt habe, fehlt. Ob man dies nun eine gewisse Stagnation auf höchstem Niveau oder einfach fehlenden Wow-Effekt nennen mag, kann ich nicht so wirklich sagen. Ich wüsste nicht was man an Arkham City besser machen könnte, aber es fesselt mich nicht mehr so sehr wie der erste Teil.

4/5

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