Warhammer 40k Space Marine

Warhammer 40k Space Marine

Meine Geschichte mit dem Warhammer 40k Tabletop Spiel lässt sich schnell erzählen: ich besitze es, habe es aber nie gespielt. Nachdem ein Kumpel und ich uns beide ein Starter Set und diversen anderen Kram zu hemmungslos überteuerten Preisen gekauft hatten, schlugen wir mit unseren Eldar und Chaos Space Marine Armeen nicht einmal eine einzige Schlacht. Nach monatelangem Anmalen war irgendwie die Lust am Lernen des Spiels vergangen. Das war vor über 10 Jahren.
Das Universum und das Design gefiel mir nach wie vor, leider gab es aber lange Zeit kein Videospiel das sich dessen annahm. Mit dem in einem Steam Sale erworbenen Dawn of War II verbrachte ich ein paar kurzweilige Stunden, aber dann lenkte mich mein Hang zu Konsolenspielen und das Desinteresse an Strategiespielen doch wieder davon ab. Was ich mir wünschte war ein Shooter und dieser Wunsch wurde nun erhöhrt mit Warhammer 40k Space Marine.

Anfangs überraschte hier besonders das Gameplay. Nach zahllosen Cover-Shootern ist es eine angenehme Abwechslung, wenn von dieser Standardformel abgewichen wird und das macht Space Marine anfangs ganz ordentlich. Es gibt schlichtweg kein Cover-System und trotz der Tatsache, dass ihr vier verschiedene Schusswaffen mit euch herumschleppen könnt verbringt ihr einen großen Teil der Zeit im Nahkampf. Leider ist die KI nicht gerade gut bzw. nicht vorhanden. Meist stürmen die zahlreichen Gegnerhorden blind auf euch zu, ohne jegliche taktische Raffinesse. Das hat ein bisschen was von Dynasty Warriors mit westlichem Anstrich. Die Schwächen des Gameplays werden mit der Zeit immer offensichtlicher. Ihr müsst vieles im Nahkampf erledigen, aber das Spiel legt einem nur Steine in den Weg. Während ihr von Gegnermassen überrannt werdet, tauchen in der Ferne Orks auf, die euch mit immer größerem Kaliber unter Beschuss nehmen. Deckung nehmen könnt ihr nicht. Um euch zu regenerieren müsst ihr eure Feinde exekutieren. Netter Ansatz, allerdings ist man während dieser Animationsphasen komplett verwundbar, so dass ich nach einer Exekution meist weniger Energie hatte als vorher. Besonders lustig ist das, wenn aus dem Nichts Kamikaze Gegner auftauchen und ihr nicht weglaufen könnt, weil ihr in der Animation gefangen seid.

Unterstrichen wird das schnell monoton werdende Gameplay durch das öde grau-braune Level Design. Schon nach der Hälfte der Kampagne war bei mir die Luft komplett raus und für meinen Geschmack waren bei weitem genug wüstenartige Außenareale, Industriekomplexe und Tunnel von den Orks befreit. An der Story habe ich ebenso schnell das Interesse verloren wie daran durch die uninspirierten Level zu laufen. Die Quintessenz ist: die Orks müssen sterben. Andere Gegner gibt es enttäuschenderweise auch nicht.

Unterm Strich bleibt also nicht viel positives übrig. Die ersten paar Level waren nett, aber dann stellte sich nur noch Langeweilge ein. Wer die Demo vom Marktplatz zieht und einmal durchspielt hat alles gesehen was Space Marine zu bieten hat.

2/5

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