Dead Space 2 + Tritton AX 720 Surround Headset

Dead Space 2

9 1/2 Stunden und der Nerventerror ist endlich vorbei…

In meinem Split/Second Review schrieb ich noch, dass ich pro Jahr eigentlich nur einen (Arcade-)Racer spiele. Ähnlich verhält sich das mit Horrorgames. Um mir diesen Stress anzutun muss ich schon in der Stimmung sein. Das bin ich eigentlich nie, aber irgendwann landen die Games dann vor lauter Neugier doch in der Konsole. Deshalb habe ich auch so einiges an Horrorgames in den letzten Jahren durchgespielt: FEAR, Condemned 1 & 2, Dead Space und Resident Evil 5 um mal einige zu nennen. Was ich so gemein finde an Horrorspielen ist, dass ohne mein Handeln nun einmal nichts passiert. Bei einem Film kann man wegschauen, ein Spiel wiederum kann mich regelrecht dazu zwingen die fiesesten Sachen zu durchleben, damit ich weiterkomme. Wegschauen geht nicht.
Um es noch schlimmer zu machen habe ich mit Dead Space 2 mein neues Tritton AX 720 Surround Headset eingeweiht. Für meine Psyche nicht gerade die beste Idee, abgesehen davon aber das perfekte Spiel dafür.

Als ich das Game startete war einer meiner ersten Gedanken, dass es diesmal hoffentlich keine Stelle gibt bei der man mehr oder weniger wehrlos ist und einem nichts als die Flucht vor den Necromorphs übrig bleibt. Das ist noch so ein unangenehmer Punkt an Horrorspielen. Meine Hoffnungen wurden schnell zerschlagen, denn das Spiel wirft einen unmittelbar in genau so eine Situation und schon ist man mittendrin im Albtraum: das perverse Gegnerdesign, die Visionen und stellenweise der härteste Gore den man je einem Spiel geboten bekommen hat. Dead Space 2 macht keine Gefangenen.

Auch auf technischer Ebene ist Dead Space 2 einfach brillant und hier ist es nicht nur die Optik, die einen umhaut, sondern vor allem der Sound. Das Spiel baut mit seiner Musik und seinen Geräuschen eine Atmosphäre auf, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Der Moment der mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist: ich taste mich langsam durch einen engen Gang, bedrohlich und leise brodelt die Musik, ich höre Isaac laut und tief atmen und plötzlich ein dumpfes, metallernes Scheppern. Ich drehe mich um, es nähert sich, aber ich sehe nichts. Es muss von oben aus den Luftschächten kommen. Humpelnde, schnelle Schritte. Irgendetwas läuft über mich hinweg und das Scheppern verschwindet langsam im anderen Ohr. Langsam taste ich mich vor und erwarte, dass mich etwas anspringt und mir kreischende Geigen durch Mark und Bein fahren, aber es passiert…nichts. Ich weiß bis jetzt nicht, ob die Stelle geskriptet war oder ob es sich um einen zufälligen Soundeffekt gehandelt hat.

Am nächsten Checkpoint schalte ich die Konsole aus und nehme meine Kopfhörer ab. Die vielleicht beste Investition, die ich 2011 für mein Hobby getätigt habe und eines der intensivsten Spielerlebnisse, das ich jemals hatte.

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