Journey

Journey

Eine kleine Person mit rotem Mantel und Kopfbedeckung, in einer endlos wirkenden Wüste. So beginnt Journey. Keine Erklärung, keine Dialoge oder Storysequenzen. Es startet unmittelbar. Einzige Informationen sind kurz eingeblendete Buttonbelegungen. Abgesehen davon, werdet ihr alleine gelassen. Nur bedeutungsschwangere Kameraschwenks versuchen euch in Richtung eines riesigen Bergs zu lenken, der einen Lichtstrahl in den Himmel schickt.

Ich hatte im Vorfeld nicht viel über Journey gelesen. Nur dass man eine wunderschöne Welt erkundet und dabei zufällig mit einem anderen Spieler verbunden wird. Und genau das macht es zu einem so unglaublichen Erlebnis. Nachdem ich einige Minuten durch die Wüste lief, tauchte in einiger Ferne eine andere Spielfigur auf, die genauso aussah wie ich. Einfach so. Zunächst ignorierte ich sie und reiste alleine weiter. Nach einiger Zeit aber fingen wir an zusammen zu bleiben. Was diese ungewöhnliche Form des Multiplayers so besonders macht ist, dass ihr bis zum Schluss anonym bleibt und keine Möglichkeit der typischen Kommunikation habt. Weder Sprach-, noch Textchat stehen zur Verfügung. Einzige Möglichkeit ist ein Ausruf, bei dem ihr eine kleine Aura abgebt.

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Nach einiger Zeit fing mein Partner an, mich mit dieser Aura durch die Welt zu führen. Ich begann ihm zu folgen. Wenn wir uns berührten, erhielten wir unsere Energie zurück, die uns unter anderem zum Schweben verhalf. Ich würde jetzt gerne mehr verraten, allerdings möchte ich jede Form von Spoilern vermeiden, damit ihr Journey für euch selbst entdecken und erleben könnt. Nur so viel sei gesagt, das Beschriebene ist nur der Anfang. Wenn ihr euch darauf einlasst, und das solltet ihr, schweißt Journey euch und euren Partner intensiv zusammen. Bei mir führte dies dazu, dass ich vom zweiten Drittel bis zum Ende, mit demselben Spieler nah zusammenblieb. Da die Spielzeit auch nur ungefähr 1 ½ – 2 Stunden beträgt, empfehle ich euch dies ebenfalls zu tun und Journey komplett am Stück durchzuspielen.

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Überhaupt empfehle ich jedem Gamer Journey einmal selbst durchzuspielen. Wenn ihr keine PS3 habt, dann bei einem Freund. Es bietet eine der intensivsten und unvergesslichsten Spielerfahrungen, die ich jemals erlebt habe. thatgamecompany, die Entwickler von Flow und Flower, haben ein kleines Meisterwerk geschaffen, an dem ich keine Ansätze für Verbesserungen finde und das für mich rundum perfekt ist.


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2 Gedanken zu “Journey

    • Über den Preis habe ich bis jetzt gar nicht bewusst nachgedacht, weil das Spiel es mir wohl einfach wert war. Ist mir also nicht unangenehm aufgefallen. Ist halt immer die Frage wie man das misst. Wenn man den Preis an der reinen Spielzeit festmacht, scheinen 10,- € natürlich viel.

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