Army of Bro

ArmyofBro

Vor Kurzem wanderte, nach langem Ruhen im Pile of Shame, der Third-Person-Cover-Shooter Bromance-Macho-Shooter Army of Two: The 40th Day ins Laufwerk der Xbox. Die Protagonisten sind in etwa wie Bud Spencer und Terrance Hill mit gepimpten Knarren und Masken. Tyson Rios ist der vernarbte Knuddelbär mit dem Herzen (und der MG) aus Gold und Eliot Salem der charismatische Ladies Man.

Worum es eigentlich in dem Spiel geht, weiß ich nicht so wirklich. Die beiden sind Söldner und machen Urlaub in Shanghai oder so. Plötzlich schlagen überall Raketen ein, Hochhäuser fallen zusammen und die Stadt ist von einer Terroristen Armee überlaufen, die von den beiden Söldnern ins Jenseits befördert werden muss. Was? Wieso? Warum? Keine Ahnung. Die Sprachausgabe ist dermaßen schlecht abgemischt und kaum hörbar, dass ich von den Dialogen nur wenig verstehen konnte. Einstellungen an Musik, SFX und Sprache lassen sich nicht vornehmen und eine Untertiteloption habe ich auch nicht gefunden. Ist aber auch egal. Alles nur Mittel zum Zweck.

Was ist der Zweck? Horden von Gegnern umnieten. Und an dieser Stelle muss ich wirklich eine Lanze brechen für das Army of Two Sequel, denn es macht seine Sache richtig gut. Teil 1 war ein gerade noch okayer Shooter mit schwammigem Aiming und Gegnern, die erst nach dem x-ten Treffer zu Boden gingen. Teil 2 bessert diese Kritikpunkte locker aus, macht generell alles besser und bietet Features, die ich mir für andere Genrevertreter wünschen würde.

Das Aggro-Meter ist unglaublich praktisch. Wer am wildesten um sich ballert und laute Waffen nutzt, der wird von den Gegnern als Primärziel identifiziert, während der andere Spieler nahezu unsichtbar werden kann. Simpel, aber genial. In anderen Spielen, wie beispielsweise bei Genreprimus Gears of War, hat es mich schon unglaublich oft gestört, wenn ich versteckt hinter einer Mauer die Gegner versuchte zu flankieren, nur um urplötzlich unter Beschuss genommen zu werden. Nicht weniger praktisch ist das selbstaufladende GPS, auf welchem ihr für euch selbst und euren Partner Gegner markieren könnt. So entfällt das nervige Gesuche, nach dem obligatorischen letzten Gegner, der sich hinter einem von vielen Fenstern versteckt. Das aus Teil 1 bekannte Upgrading der Waffen ist ebenfalls mit an Bord. So könnt ihr aus einem normalen Maschinengewehr ein Monster mit Zielfernrohr und Granatenwerfer in Zebra-Optik zaubern. Zusätzlich zu all diesen praktischen Features gibt es auch so wunderbaren Schwachsinn wie Bro-Fists und Rock, Paper, Scissors. Ein wenig Kritik muss sich das Macho-Geballer allerdings auch gefallen lassen. Die Spielzeit ist recht knapp bemessen und wird stellenweise durch zu hohes Respawning bzw. zu viele Gegnerwellen noch künstlich in die Länge gezogen.

Wem das an dieser Stelle noch nicht klar ist: Army of Two 2 muss im Co-Op gespielt werden. So ist es konzipiert und so macht es ordentlich Laune. Ein idealer Hirn-aus-Shooter für zwischendurch.

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