Ni No Kuni: Suddenly a wild JRPG appears

ninokuni

Als Ende Januar vermehrt der Hashtag #NiNoKuni auf Twitter auftauchte, hatte ich keine Ahnung was das sein sollte. Irgendwas mit JRPG wahrscheinlich.

Das reichte erst einmal nicht, um mein Interesse zu wecken. Ich bin zwar mit dem Genre groß geworden und habe viele der bekannten Klassiker gespielt und geliebt, aber irgendwann wurde das Interesse an JRPGs immer geringer. Nach Skies of Arcadia und Grandia 2 auf der Dreamcast war lange Zeit eher Ebbe bei mir. Microsoft Konsolen hatten nur wenige Vertreter des Genres zu bieten und einige typische Merkamel begannen mich immer mehr zu stören. Zu lange Spielzeit, zu viel Levelgrinden, keine Lust auf rundenbasierte Kämpfe und Anime-/Manga-Design und so weiter. Die JRPGs, die ich in den letzten Jahren gespielt habe, lassen sich an einer Hand abzählen. Spontan fallen mir nur Lost Odyssey und Nier ein. Ersteres hat emotional einen starken Eindruck bei mir hinterlassen, aber trotzdem verlor ich nach 2 von 4 Discs das Interesse. Zweiteres ist eines der ungewöhnlichsten Spiele der letzten Jahre. Als Spiel nicht perfekt und sehr repetitiv, in Sachen Storytelling, Charaktere und cleverer Einfälle aber eines der besten Spiele dieser Generation. Dann schaute ich mir einen Trailer von Ni No Kuni an. Ein Studio Ghibli Film zum selber spielen. Gekauft.

Ungefähr 55 Stunden habe ich gebraucht bis der Abspann lief und es hat sich gelohnt. Ni No Kuni spielt sich tatsächlich wie ein Best-Of-JRPG. Ein Klassiker in modernem Gewand, der allerdings auch alle üblichen Probleme mitbringt. Die reine Geschichte hinter Ni No Kuni ist nichts neues, sondern das alte Gute gegen Böse Schema. Das ist aber nicht schlimm und eigentlich genau das was ich erwartet habe. Es erzählt eine typische Geschichte im Ghibli Style mit allen fantasievollen Facetten und Kreaturen. Natürlich gibt es auch einige Macken. Ums Levelgrinden kommt ihr nicht herum. Außerdem zieht sich das Spiel gegen Ende sehr stark. Der Story-Part, der zusätzlich zur Nintendo DS-Version eingefügt wurde, ist spürbar und ist etwas fehl am Platz. Ohne wäre mir das Spiel runder erschienen. Am Kampfsystem wäre ebenfalls ein wenig Finetuning nett gewesen. Die Mischung aus rundenbasierten und Echtzeitelementen mit Pokemon-Einflüssen ist von der Grundidee sehr gelungen, allerdings wären mehr taktische Möglichkeiten begrüßenswert gewesen. Das Spiel verlangt oft sich gegen Attacken zu verteidigen oder diese zu unterbrechen, bietet aber nicht hinreichend schnelle Eingabemöglichkeiten oder Zeit zum Nachdenken. Die Ansätze sind zwar da, lassen sich aber selten so gut nutzen wie beispielsweise beim Kampfsystem von Grandia 2, welches ich grandios fand. Das alles hat mich insgesamt aber wenig gestört, weil alles am Spiel einfach so viel Charme und JRPG-Nostalgie versprüht.

Egal ob Fans des Genres, Neueinsteigende oder Leute wie ich: Ni No Kuni kann ich eigentlich allen nur ans Herz legen.

2 Gedanken zu “Ni No Kuni: Suddenly a wild JRPG appears

  1. Oh je, du bist ja auch so ein Nier-Liebhaber. Ich verstehe euch einfach nicht😛

    Ni No Kuni steht auch auf meiner Einkaufsliste und wird wohl locker der Titel, mit dem ich meine PS 3 am längsten beschäftigen werde. Kommt allerdings erst, wenn die Preise angenehmer sind (so ca. 20 € fänd ich gut^^), obwohl ich Ghibli wirklich toll finde und ihnen jeden Erfolg gönne.

    • Nier war eine Hassliebe bei mir. Hab mich stellenweise auch aufgeregt und es war sehr repetiv und voller Backtracking. Story, Charaktere, New Game+ und einige Gameplay-Elemente waren aber echt toll, überraschend und einzigartig.

      Ich weiß gar nicht was die PS3 sonst noch so an (exklusiven) JRPGs bietet, abgesehen von FF13. Noch was lohnenswertes dabei?

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